Wirtschaftsstandort – ein Märchen
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- Erstellt am Donnerstag, 08. September 2011 13:25
- Geschrieben von Dieter Braeg
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Guten Morgen liebe Zimmermänner und Hausfrauen, liebe Hausbesitzer und Mietzahlerinnen. Hier spricht Hermann Reichmeier. Ich sitze im höchsten Gipfel eines nebeligen Gewinnmaximierungmorgens und betrachte unter mir die wabernde beginnende Dramatik des aufwachenden Wirtschaftstandortes Europa. Da läuft ein irisches EU Einsparungsopfer durch ölige Spardaumenschraubenkästchen, dort kringelt sich einsam eine griechische Minestlohnzwagsspirale und...beizeiten krümmt sich ein trockener französischer SarkozyEUwirtschaftsregierungspanschwein. Dynamisch sackt oder steigt der Börsenkurs und die Reallohnerwartung steht auf dem Tiefststand aus dem Jahr 1998!
In den nicht all zu hohen Ardennen von Vogesen wipfelt jubelnd ein Barroso und schlürft eine dampfende Tasse Libyensiegeröltee.
In der Ferne sehe ich einen österreichischen Diätberater im Busch liegen. Er verzehrt die letzten Reste einer Nationalrats0BERschenkelkeule. Leises melodisches Knochenkrachen 1äßt mich ein wenig schaudern in diesem Hochstand der neu eingeführten 60 STUNDENWOCHE, ohne vollen Lohnausgleich, abzüglich Urlaubs- Weihnachts- und 0stergeld, sowie der abgeschafften Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
Ein magerer Kaufkraftesel schleicht durchs Gelände und schneidet Grimassen.
Will er etwa den Pleitegeier nachahmen? DA...erscheint endlich ein in Grund und Boden geohrfeigter Politparteifunktionär und versucht, mit Tränen in den Augen und den Parteibüchern aller existierenden Parteien, ein Konjunkturfeuerchen zum lodern zu bringen.
Ein 35Sstundenplagiator raschelt herbstlaubig und tannengrün steigt er hoch und frohlockt dem dräuenden Inflationsmorgen entgegen. Einige Freunde des Wortes SOLIDARITÄT verschwinden im Rachen des Gewinnmaximierungsausbeutfanten. Das hört sich an wie’s knirschen im Staatsgetriebe, wenn er die Knöchelchen des letzten Konjunkturaufschwungs1üftchens herunterschlingt.
Auch die Bremer Stadtmusikanten sind nicht mehr jagdbar - da hält Greenpeace und Amnesty International die Hand drauf, während sich eine Attaceule im Unterholz bedeckt hält.
Pscht...ich g1aub, da rauscht es irgendwo im WährungsEUROschwächewäldchen, oder ist’s nicht doch auf der Konjunkturaufschwungsswiese die nach Wachstumsdünger riecht? Tut sich da was? Läuft da gar ein Auftragszuwachs durchs Revier ?
Ganz ruhig, das Büchsenlicht ist gut. Nun...nicht gezögert. Ihr guter Hermann Reichmeier kennt kein Erbarmen.
DA... (ein donnernder Gewehrschuss ist zu hören - mit anschließendem Prasse1n...als ob erlegtes Wild zu Boden geht)…
...ich hab ihn getroffen, den letzten ARBEITSPLATZBESITZER, STEUERZAHLER, RENTEN und KrankenkassenBEITRAGSzahler...
NUN können wir endlich das Kapitel Wirtschaftsstandort Europa abschließen!
GESTORBEN !!!!!
HALALI!


















