STOPPT
ALLE
JETZT!
Die Parole lautete vor hundert Jahren: „Jeder Schuss ein Russ´!“, und Karl Kraus schrieb unter anderem am Anfang seines Dramas „Die letzten Tage der Menschheit“:
„Wie tief begreiflich die Ernüchterung einer Epoche, die, niemals eines Erlebnisses und keiner Vorstellung des Erlebten fähig, selbst von ihrem Zusammenbruch nicht zu erschüttern ist, von der Sühne so wenig spürt wie von der Tat, aber doch Selbstbewahrung genug hat, sich vor dem Phonographen ihrer heroischen Melodien die Ohren zuzuhalten, und genug Selbstaufopferung, um sie gegebenenfalls wieder anzustimmen. Denn dass Krieg sein wird, erscheint denen am wenigsten unfassbar, welchen die Parole »Jetzt ist Krieg« jede Ehrlosigkeit ermöglicht und gedeckt hat, aber die

Sprudeln


Wenn die Politikerinnen und Politiker samt den ihnen hörigen Meinungsmacherinnen und Meinungsmachern der Sprache  in den Schritt greifen, ihr zu nahe kommen, dann sprudelt plötzlich nicht mehr das Wasser sondern die Steuereinnahmen, die dann dafür verwendet werden, etwa bei seltsamsten Projekten  Geldvernichtung zu betreiben. Der Berliner Flughafen ist ein Beispiel unter vielen.  BürgerinBürger hat Butter auf dem Kopf, Bäche plätschern und wenn der Staat den Menschen immer mehr Geld aus der Tasche zieht, dann „sprudelt“ es eben. Als sei dieser Vorgang ein straffreies Entwendungsdelikt, harmlos wie eben mit Kohlensäure versetztes Wasser, etwas „Sprudelndes“.

Der Enthalter

Liebe Menschen,wir wollen uns heute mit dem Enthalter beschäftigen. Er ist vor allem im Bereich der Politik und der Vereinsmeierei anzutreffen. Man darf ihn nicht mit dem UNTERhalter, Büstenhalter oder Kleiderhalter verwechseln. Auch die Halter, die ab gewissen Höhen Almen bewirtschaften, auch Senn oder Sennin genannt, sind nicht gemeint. Der Enthalter, bei dem der Begriff „Halterung“  oder „Halter“ eine Rolle spielt, weil es da um die Funktion  geht,  zwei Gegenstände oder Dinge zusammenzuhalten, kommt der Sache auch nicht näher. Im Bauwesen, das ja unsere heutigen politischen Parteien auch betrifft, denn sie sind Baustellen mit leider stark überbezahltem Personal, da ist eine Halterung ein Verbindungselement. Es dient keinesfalls der Befestigung.Der Enthalter sichert seine rutschende Hose nicht nur mit dem Gürtel sondern auch zusätzlich mit dem Hosenträger ab!

Wir leben ja in einer Meinungsgemeinschaft bei der die absolute

Mord und Totschlag

Wo immer Sie sich auch gerade befinden: Rühren Sie sich nicht vom Fleck, denn es könnte Ihr letzter gewesen sein. Nie zuvor war das Böse so immer und überall wie jetzt.
Die Massenmedien befürchten, dass sie bald keine Massen mehr als Kundschaft haben werden; täglich berichten sie, dass wir von der Gewalt umzingelt sind, dass uns ein gespenstisches Lasso aus Mord und Totschlag alltäglich einzufangen vermag. Wer morgens noch die Tageszeitungen aufschlägt, schlägt sie gleich wieder zu, damit das Unheil nicht auch noch seinen Lauf auf einen selber nimmt.
Es ist leider eine düstere Wahrheit geworden, dass das finstere Verhängnis immer lauert. und nichts andres im Sinn hat, als uns den Garaus zu machen.
Führende Händler von Hacken und Harpunen, von Revolvern, Maschinenpistolen und Macheten sollen bereits, noch vor dem Weihnachtsgeschäft, restlos ausverkauft sein. Nur in wenigen Städten werden noch Restposten an Rasiermessern feilgeboten. Überall findet man leblose Menschen, die nichts mehr liebens- und lebenswert finden, weil das Fundamt erst am 2.1.2014 wieder offen hat.

WIE VERSCHÖNERE ICH DAS WEIHNACHTSFEST ?
eine wissenschaftliche Abhandlung von Dr. Hans Christ-Stollen

Eine langweilig emotionslose Stimme:

Werte Hörerinnen, liebe Hörer, wie jedes Jahr ZUR HEILIGEN ZEIT zerbricht sich der Konsument den Kopf, wie er denn in diesem Jahr das Fest gestalten soll. Die verdorbenen Mägen der vergangenen Jahre, die ständig wachsende Fettleber, die reichlich langweiligen Umtauschaktionen unbeliebter Geschenke, sind Anlass genug sich dieses Jahr etwas ganz neues einfallen zu lassen.

HABEN SIE EIGENTLICH DIESES JAHR SCHON AN EINEN ASYLANTEN GEDACHT?

Der Asylant wird ja immer seltener, wegen der wirklich menschenwürdigen Asylantenausleseverfahren samt Automatikabschiebegesetz unserer Regierung.
Der Asylant läßt sich meist problemlos in einer Wohnzimmerecke

Klassenkampfkrampf

Dramolett
von
Dieter Braeg


Berlin – Willi Brandt Haus.
Über einer Wolke aus Feinstaub schweben die bekannten und verdächtigen Gesichter von Karl Marx und Friedrich Engels.


KarlMarxFriedrichEngels: Sigmaaaaaaaaaaaaaaar!
Sigmar Gabriel: Wer rufet ach in schwerer Stund? Naht Hilfe gar?
KarlMarxFriedrichEngels: Sigmar, erinnerst Du Dich?
Sigmar Gabriel: Erinnern ist gefährlich...
KarlMarxFriedrichEngels: Hör zu, Du Witzekanzler der Kündigungsschutzabbauer,  Unternehmensberater, Rüstungsindustrieförderer  - weißt Du wer feststellte, dass die theoretische Grundlage, von der sich Dein Denken leiten lassen sollte, der Marxismus sei?

AUFrufe

Wenn AUFrufe zu ABrufen werden und dabei das Wort Wahlkampf fällt, dann zeigt sich die Leere der Parolen, die den Zustand der geistigen Haltung des Volkes darstellt, so wie sich den die wahlwerbenden Parteien vorstellen.Frau Merkel will gewählt werden: „Weil jeder zählt: Das Ganze im Blick“ oder „Gemeinsam erfolgreich“.

 

Was bitte zählt nun „jeder“? Was für Sehfähigkeiten haben die Augen der Kanzlerin und der ihr Nahestehenden? Der allumfassende Rundumblick ist per Auge nicht möglich und was nun das „Ganze“ wirklich ist, bleibt ungeklärt. Die Bescheidenheit spielt auch keine große Rolle – CDUMerkel meint, dass Deutschland bisher „gut“ regiert werde und das soll so bleiben.

Frage ich mich, ist das jetzt Stand der Dinge, sich selbst Noten zu geben? Da freut sich das Volk, über eine neue Schulpolitik, mit

BONZENLIED
von
Oskar Kanehl

Erstveröffentlichung in DIE AKTION Nr. 6/7 August 1928

Wir sind die Arrivierten
in der Proletenwelt
Wir sind die Unterführer
vor eure Front gestellt.
Nur nicht in euren Kämpfen
fließt unser Blut
Bonzen, Bonzen, Bonzen.
Uns geht’s gut.

Grinsen

Hier spricht Hans Peter Wahlversprecher.
Liebe Politikerinnen und Politiker, liebe unmündige BürgerINNEN und Bürger!

Wahlen stehen ständig vor der Tür oder sind vorbei und im Hintergrund lauern die Parteifreundinnen und Parteifreunde mit dem Dolch im Gewand.

Grinsen, eine Abbart des hintergründigen Lächelns, ist in der Politik gefragt. Damit zeigt man, dass man ein sonniges Gemüt hat, auch bei der Krise die jeden Tag gewaltiger wird und irgendwann zu jener letzten Möglichkeit führt, bei der man als Bank die Milliardenhilfe bekommt, die man verspekuliert und nicht verdient hat.

Grinsen sie, LeserinLeser. Grinsen, zehn Minuten, verbraucht 50 Kalorien. .
Klingt ja nicht gerade nach viel, aber nehmen Sie, wie die Politiker,

SAISON

Ned long do kimmt de Winterszeid
do gibt’s kan Kumma gibt’s ka Leid
weil drobn auf da Schmittenhöh
foit geil gewoitig Pulvaschnee
und drunt im Zellamseertal
do denkn olle fixnoamal
jetzt werdn boid de Kassen klimpern
und Buam tuan d’ Schwedenmötzn pimpern

Daun kummans o mim PKW
des tuat da Umwöd fast ned weh
foan owi ins Tal
mit an sakrischn Tempo
do foid so monchm di Hosn und’s Hemd oh
Und ist’s daun vorbei
de Wintersaison
do damma daun jamman
daß’d Fösn si biagn
des lossn zweng Göd do
mia miassn meara kriagn