1Nach dem Landesparteitag der bayerischen Linken in Weilheilm – da wurde, weil Wahlen ja vorbereitet abliefen, ein dem Antikapitalismus und der basisnahen politischen Arbeit nicht nahestehender Vorstand gewählt. Während vor dem Göttinger Bundesparteitag, den man von höchster Stelle aus zu einem „Vorstandswahlverein“ degradiert (auch weil dies die bürgerliche Medienmafia so verlangt) hat, wenigstens in anderen Landesverbänden der Partei Regionalkonferenzen stattfinden, gibt es in Bayern jene Lösung, die einen wirklich nicht verwundern darf. Die Landessprecherin und der Landessprecher verkünden (da wird die ganze Mitgliedschaft verständigt – sonst reicht es nicht zu einem regelmäßigen bayerischen Politrundbrief an die Mitgliedschaft):

1Der Mai ist, obwohl nicht gerufen, gekommen. Wer oder was ausschlägt, das steht in zahlreichen schlechten Gedichten. Herrlich ist der FRÜHling der uns die Frühkartoffeln schenkt. Dazu gibt’s Sonnenschein (noch ohne Sonnenscheinsteuer) und die Bäume, die schlagen auch AUS. Der Raps blüht gelb, die Vögel machen Krawall, ganz ohne die gesetzlichen Lärmschutzrichtlinien einzuhalten. Nervend klingeln Mobiltelefone und die überhaupt nicht freie meinungsäußernde  Presse verkündet, dass das Wachstum der Weltbevölkerung sich seinem Ende nähern würde. Bis zum Jahr 2050 wird die Zahl der Erdbewohner die Marke von acht Milliarden überschreiten und ab  dann der Verkleinerung unterliegen.

1Am 23. April tagte der geschäftsführende Parteivorstand der Partei Die Linke. und stellte in der von mir so geliebten „Schnellinformation“  ( Motto: schnell, schneller geschäftsführendschnell) unter anderem fest: „Es wurde eine positive Bilanz vom Landesparteitag in Bayern, der am Wochenende stattgefunden hat, gezogen. Die Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter ist zur Landessprecherin, Xaver Merk zum Landessprecher gewählt worden.“

Jaja wer geschäftsführend informiert, der schadet manchmal dem Geschäft!

1Nach dem Motto, sich nur von denen raten zu lassen mit denen man schon immer einer Meinung war, entwickelt sich in diesem nichtmeinem Land ein weiterer Schritt zu jenem
Abgrund, in dem die Mehrheit der immer unmündiger gewordenen Menschen lebt, die mit der Ausrede „dieDAobenmachenDOCHwasSIEwollen“  und der eigenen Unfähigkeit nichts verändern zu wollen und zu können jene Bestätigung geben, die gebraucht wird, damit dieses kapitalistische Werkel weiterhin seinen Gang geht.

Wer sich mit BILD&Co einlässt, weil er so dumm ist, dass er nicht bemerkt, dass er die Kanone lädt, mit der er dann selbst erschossen wird, muss nicht nur auf mein Mitleid verzichten. Sie/Er kriegt auch was nötig ist!

Dramolett  mit mehreren Stimmen und Stimmungen

1Lalülalalü. Willkommen bei Dulls Worldwide Web International! Wir freuen uns ganz schrecklich über Ihren Anruf. Unser telefonisches Vorwahlsystem erleichtert Ihnen das Leben. Sind Sie schon Kunde bei uns? Dann wählen Sie eins. Wollen Sie Kunde werden. Wählen Sie zwei. Wollen Sie uns Ihre Wertpapiere schenken, wählen Sie drei. Wenn Sie sonstirgendetwaswollen, warten Sie. LalülalafreudeschönerGötterfunkelalülala.
GuhntchfürBayernGrüssghott willkommen bei Dullworldwidescheissmitreis mein Name ist Trschlckgriufty wie oder bei was kann ich Ihnen  helfen?

Ähh, also ich hab da ein Problem mit der Festpl...

Ich verbinde weiter. Gluckklackklick.

1Am 26. März trafen sich in Berlin die, die sich immer treffen. Trefflich beratend kam es dann auch zu Äußerungen, die an Treffsicherheit nicht zu überbieten waren, denn man hat die Auswertung der Landtagswahl im Saarland betrieben und verkündet also folglich: “DIE LINKE hat ein gutes Ergebnis erreicht.“ 

Wenn sich 20 000 ehemalige Wählerinnen und Wähler nicht mehr die Mühe machen die Partei im Saarland zu wählen und dann noch 7000 zu den Piraten umschwenken – ist das ein „gutes“ Ergebnis?  Man wagt sich ja gar nicht auszumalen was dann „schlecht“ wäre! Dann wird Heiko Maas noch zum Verlierer der Wahl  erklärt, weil er nicht für einen Politikwechsel mit der LINKEN bereit war und ist.

1oder
Die „treuen Kräfte“ schlagen zu

Ein Kommentar von Dieter Braeg

„Analyse der Gegenkräfte im Landesverband Bayern“ heißt ein anonym verfasstes seltenes Schmierenstück, dass in der immer kleiner werdenden Mitgliedschaft der Partei Die Linke. im Landesverband Bayern die Runde macht.  Dieses überaus aufschlussreiche Papier beginnt mit dem Satz „Das Lager der widersetzenden Minderheit des Landesverbandes ist weiterhin in der Defensive, tlw. Bereits auf dem kompletten Rückzug. Trotzdem muss sein Einfluss weiter zurückgedrängt werden.

1

Was Sigmund Freud, Ferdinand Kürnberger, Robert Musil, Victor Adler, Egon Fridell, Helmut Qualtinger, Otto Basuer, Friedrich Hebbel, Napoleon, Ingnaz Seipel, Eduard von Bauernfeld und Franz Grillparzer ÜBER Salzburg nicht gesagt haben, aber unbedingt hätten sagen müssen.

„Salzburg, das ist die Stadt über die man sich zu Tode ärgert und in der man doch sterben möchte.“

Die Salzburger Haus-, Hof und Stadtpflicht: Nicht zu sein, sondern zu scheinen.“

„Denn nicht nur die Abneigung gegen den Mitbürger ist in Salzburg bis zum Gemeinschaftsgefühl gesteigert, sondern es nahm auch das Misstrauen gegen die eigene Person und deren Schicksal den Charakter tiefer Selbstgefälligkeit an.“

„Die Salzburger Stadtordnung schwankt beständig hin und her – sie hat den Despotismus, gemildert durch Schildbürgerei.

„Die Salzburger sind ein Volk, das für einen guten oder schlechten Witz nichts verzeiht.“

„Salzburg ist ein Labyrinth, in dem sich jeder auskennt.“

„Die Salzburger sind ein aus Katholizismus, ÖVPSPÖFPÖtrandition, ein wenig Bigottprotestantismus und feudaler Unkultur zusammengebrauter Spuk.“

„Dies Salzburg ist eine kleine Welt, in der die große ihre Probe hält.“

„Salzburg kommt immer eine Stunde, eine Schlacht zu spät.“

„Meine ganze Libido gilt Salzburg.“

„Salzburg ist König im Schach. Sie selbst ist unbeweglich, aber ihr Verlust entscheidet das Spiel.“

„Zittere, du großes Salzburg vor deinen kleinen Beamtinnen und Beamten.“

„Das ist der Fluch von unserem edlen Haus. Auf halben Wegen und zur halben Tat mit halben Mitteln zauderhaft zu streben.“

Auf Salzburg textlich  angepasst: Dieter Braeg

1Zurzeit wird uns,  die wir es in diesem nichtunserem Lande AUShalten müssen, weil es kaum etwas zum EINhalten gibt, ein seltenes Schauspiel geboten.
In diesem Schauspiel geht es um „die Würde des Amtes“ und darum wie eine sich sicher glaubende schlechte Gesellschaft, auf einem unterirdischen Niveau einen Grüßaugust zulässt, der schon längst verschwunden wäre, wenn er und sein Hauskredit, seine ihm helfenden Freundinnen/Freunde, die gestörte Beziehung zum Springer Konzern (wobei Wulff anscheinend über ein  BILD von der Pressefreiheit verfügen möchte, dass es nie gab oder geben wird) und die Art und Weise wie er dem Volk vorführt, dass er als Bundespräsident nicht in das Bild der Gesellschaft passt, die er zu repräsentieren hat.
Aber – es passt ja alles!
Es gilt die „Vorteilsregel“ die neben der „Unschuldsvermutung“ ein wichtiger Bestandteil  jenes Regelwerkes ist, das unter dem Titel „Bereichert Euch, wenn es nicht anders geht“ – fröhlich Urständ feiert.

1Aus den Niederungen in denen Mönchengladbach geortet werden kann, nicht umsonst heißt die Gegend NIEDERrhein, kommt von einem Bezirksvertreter der Partei Die Linke., jene nichtvorhandene geistige Nachhaltigkeit: “ Wir alle müssen uns frei machen von Vorurteilen jeglicher Art, um ein gemeinsames Leben und Miteinander mit Allen zu ermöglichen, dann sind Krisen nur ein lästiges Beiwerk aber keine Einschränkung.
Fassen wir uns alle an die Hand und wir werden ein neues Jahr erleben, welches uns nicht mit Krisen, sondern mit Lebensfreude erfüllt.“  die das hilflose  Bild der Linkspartei repräsentiert.