1Der Protest war zahlenmäßig  an diesem sonnigen Samstag in Salzburg, es waren mehr als 100 Menschen beteiligt,  die vor der Nationalbank mit Open-Mic-Wortmeldungen ihre Meinung dazu äußerten, dass nicht der Mensch im Mittelpunkt der Gesellschaftsordnung steht, sondern nur noch Krisen, Banken, Regierungsformen und unfähige Politik gerettet werden soll, während die Demokratie und die Meinung der Bürgerinnen und Bürger keine Rolle mehr spielt. Anschließend fand noch bei der Kreuzung Fran-Josef Straße/Faberstraße eine „Aktion Zebra“ statt. Viele Menschen gingen da im Kreis über einen ungeregelten Zebrastreifen, um zu demonstrieren, dass mit legalen Mitteln Protest möglich ist. Eine leider viel zu kleine Demonstration samt Endkundgebung von der Nationalbank zum Residenzplatz beendete die Protestaktionen in Salzburg.
Es wäre notwendig gewesen viel früher für den 15. Oktober zu mobilisieren. Erst wenige Tage vor dem Termin gab es einigermaßen sichere Informationen zu den geplanten Aktionen, ob nun in Österreich oder Deutschland. Zwischen München und Salzburg gab es nur noch in Traunstein eine größere Aktion, die drei Stunden dauerte.


Aus dem Mobilisierungsflugblatt, das in Salzburg verteilt wurde:
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„Am 15. Oktober werden Menschen aus der ganzen Welt auf die Straßen und Plätze gehen. Von Amerika bis Asien, von Afrika nach Europa protestieren die Menschen, um ihre Rechte zu fordern und eine wahre Demokratie zu verlangen. Nun ist es Zeit, uns alle einem globalen gewaltfreien Protest anzuschließen.Die herrschenden Mächte arbeiten zum Vorteil einiger Weniger und sie ignorieren den Willen der überwiegenden Mehrheit sowie die Human- und Umweltkosten, die wir alle zahlen müssen. Vereinigt in einer Stimme werden wir die Politiker und die Finanz-Eliten, denen sie dienen, sagen, dass es an uns, den BürgerInnen, ist, über unsere Zukunft zu entscheiden. Wir sind keine Waren in den Händen der Politiker und Banker, die uns nicht vertreten. Am 15. Oktober werden wir uns auf der Straße treffen, um den weltweiten Wandel, den wir wollen, zu beginnen. Wir werden friedlich demonstrieren, reden und organisieren, bis wir es geschafft haben. Die herrschenden   Mächte arbeiten zum Vorteil einiger Weniger und sie ignorieren den Willen der überwiegenden Mehrheit sowie die Human- und Umweltkosten, die wir alle zahlen müssen…Eine nachhaltige Verbesserung kann nur aus einer Neugestaltung des Systems und aus einer Demokratie entstehen, die diesen Namen auch verdient. Es ist Zeit, uns zu vereinen. Es ist Zeit dass man uns zuhört!“