1Wenn sie jetzt nicht aufpassen die Ösis, dann werden sie plötzlich zu Strösis oder, wenn alles noch später als zu spät ist, fällt das Ö ganz weg und sie werden Strosis.

Am Donnerstag den 27.9.2012 war es so weit, der Milliardär Frank Stronach seift die Österreicher ein und gründet und begründet seine neue Partei, für die er sich schon einige bisherige Nationalratsabgeordnete besorgte, damit er an den Wahlen zum österr. Nationalrat im Jahre 2013 ohne Unterstützungsunterschriften teilnehmen kann.

In dem ex – kaiserlich habsburgischen Nobelpflanzenlagerhallenambiente der Orangerie in Schönbrunn hatte der Herr Stronach viel zu sagen, etwa: „Der 27. September 2012, da bin ich sicher, das ist ein sehr wichtiger Tag, der in die Geschichte Österreichs eingehen wird, und ich glaube auch, dass er in die Geschichte der Welt eingehen wird“.

Merke – zu heiß gewaschene Wäsche geht auch ein und die Geschichte Österreichs war ja auch, vor 1918, etwas größer und ging dann ein.

„Ich mache mir große Sorgen über Österreich“ meinte der Milliardär weil Österreich mache zu viele Schulden und dann sprudelt weitere Stronachweisheit . „Schulden sind schlecht.“

Die Welt in der wir leben und in der auch der Parteifürst Stronach sein Süppchen kocht, vergibt kein Lob, also tut das der Parteigründer selbst: „Ich bin in der Welt angesehen als einer der besten Wirtschaftsmanager“.

Natürlich kann der Milliardär auch seiner eigenen Klasse gegenüber ein überaus seltsames Misstrauen entwickeln: „Wir müssen aufpassen, dass nicht ein paar Reiche daherkommen und sagen: Ich kauf mir alle Wählerstimmen“ denn „Ich bin ein Mann des Volkes, ich komme aus der Arbeiterschaft.“

2Ja und weil’s so schön ist kommt aus der Phrasendreschmaschine von Stronach auch sonst noch wirklich Erfreuliches: „Die SPÖ (Sozialdemokraten in Ösiland) hat die Arbeiter verkauft.“ Ja ist es denn die Möglichkeit – Sklavenhandel in der Alpenrepublik, nur an wen die Arbeiter verkauft wurden, hat uns Frank nicht verraten, dafür verspricht er aber jedem Österreicher nach 20 Jahren Arbeit ein bescheidenes Leben „von den Zinsen“.

Auch die bürgerliche ÖVP kommt nicht gut weg. Sie sei eine „Bankenpartei“, und Erwin Pröll (ÖVP Landeshauptmann von Niederösterreich) wäre der „größte Schmähtandler“. Selbst Angela Merkel bekam wegen ihrer EU-Politik eine Breitseite ab: Entweder sei Merkel „so dumm, dass sie nicht versteht, oder sie spielt mit den Banken mit“.

Anscheinend war unter den zahlreichen Medienvertreterinnen und Medienvertreter doch einer, der dem Frank Stronach, der schon als „Chef“ mit dem Fußballverein Austria Wien alle Trainerentlassungsrekorde brach, ein kritische Frage stellte, da gab es gleich jene Antwort, die passt: „Ich weiß nicht, welche Interessen Sie vertreten. Sozialistische Partei oder sind Sie Gesandter von der Roten Armee?“

Das Buffet, der wohl wichtigste Augenblick dieser traurigen Veranstaltung der Demontage der demokratischen Kultur, eröffnete Stronach mit dem wichtigen Hinweis, was auf seinem Grabstein stehen solle: „Frank Stronach hat immer sein Wort gehalten und er war ein guter Mensch.“
Na dann, moch mas weanerisch und wünschen ihm „a schöne Leich“!