Zur Naturgeschichte des Wählers

von
Erich Mühsam

Parlamentswahlen (nach dem allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrecht) werden in der Regel als politische Stimmungsbarometer angesehen. Man hat sich gewöhnt, zu glauben, daß die ausgezählten Majoritäten die im Lande vorherrschenden positiven Gesinnungen spiegeln. Das ist eine Verkennung der Massenpsychologie. Der Psychologe darf bei der Beurteilung einer von vielen gemeinsam geführten Aktion die Stellung jedes einzelnen zu der ihn mitumfassenden Vielheit nicht übersehen. Er darf nicht vergessen, daß ein Ich, je dürftiger und nichtiger es dasteht, d.h. je größer die Majorität ist, der es zugehört, umsomehr das Bedürfnis fühlt, sich als Mitglied der Masse persönlich zu dokumentieren. Hat eine große Persönlichkeit den Drang, seine Seele im Rhythmus der Welt schwingen zu lassen, so sucht umgekehrt das Massenmenschchen den Radau des Alltagslebens, den es Welt nennt, auf seine spezielle Existenz zu beziehen, um sich als »Persönlichkeit« gefallen zu können.

OBAMA in Russland

Russische MenschenrechtlerInnen haben
keine Zeit für Obama.


Man stelle sich einmal vor: der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika reist nach Russland und lädt Russlands renommierteste Menschenrechtler zu einem Gespräch in einem kleinen Kreis ein und die Menschenrechtler haben plötzlich keine Zeit für ein Gespräch mit dem mächtigsten Mann der Welt. Genau dies ist aber passiert, als Obama auf dem G20-Gipfel in St. Petersburg weilte.
Verärgert über Russlands Asyl für den US-amerikanischen Menschenrechtler Edward

Grossfeuer in Angarsker Petrochemiefabrik

von Bernhard Clasen

Russische Kleinstadt am Baikal-See beherbergt auch deutschen Atommüll

Mehr als 24 Stunden brauchten 134 Feuerwehrleute in Angarsk am Baikal-See, um den Brand eines Öltankes zu löschen. Dies berichten die russische Nachrichtenagentur „Interfax“ und die Angarsker Zeitung „Vremja“.

Die 5-Tausend Kubikmeter Öl fassende Zisterne im Petrochemiewerk von Angarsk (ANChK) war zu 60% gefüllt, als sie am Mittwoch aus

Sauf den Adolf Hitler Wein!
Unter der Postleitzahl 33030 – Colloredo di Prato,  Via Udine 15 residiert die AziendaVinicola von Alessandro Lunardelli. Die Kellerei hat auch eine „Philosopie“ die deutchsprachigen Orignal so zu lesen ist:

„Diese ist die Philosophie, die seit jeher die Grundlage von die Art der Produktion von Wein Lunardelli ist. Aus diesem Grund die Lunardelli-Firma hat im Laufe der Jahre eine besondere Beziehung mit drei kleinen Hersteller, die in den besten Wein-Regionen von Friaul verstreuten sind und, die nur für die Lunardelli-Firma produzieren. Alessandro und Andrea Lunardelli folgen und beistehen die Hersteller und die Lieferanten in jedem Stadium der Wein-Produktion, von das Pflanzen der neue Weinrebe bis zu Fass des Wein. Sie geben Acht, dass das Endprodukt die höchsten Standardqualität hat. Als das Produkt fertig ist, der Wein wird von den Hersteller für die Lunardelli-Firma erhalten, in Holzfässern oder in Tanks aus Glasfaserkunststoff und Zement, bis wann die Mitarbeiten von die Lunardelli-Firma gehen zu es mitnehmen, um es in den Keller des Pasian di Prato zu bringen. Nach der Ankunft in den Weinkeller wird unter Filtrations und zweite Verarbeitung unterzogen mit der Aufsicht der Referente der Riferimento Enologico Friulano Zentrum von Pozzuolo del Friuli. Dann, als Andrea Lunardelli, der aufmerksam Sommellier, der Wein geschmeckt hat und nur als er glaubt, dass der Wein mit den

AKL Aufruf - Einige Anmerkungen zur „Endfassung“ von
„Kapitalismus bedeutet Krieg, Umweltzerstörung und Armut…“

Wenn es um einen Aufruf geht, dann bedarf es wirklich nicht der abgelutschten Lobhudeleien, dass DIE LINKE „eine neue politische Partei“ in Deutschland sei, die es seit 2007 gibt.
Dass es im Parteiprogramm einen „Anspruch“ gibt und was sonst noch bis Zeile 18 des Papiers verkündet wird, hebt sich vor allem dort auf, wo in der Partei Die Linke. „mitregiert“ wird, ob nun in einem Bundesland oder, wie in Duisburg,  in einer Koalition, die keine Rücksicht auf die Interessen jenes Teils der Bevölkerung nimmt, den Antikapitalistinnen und Antikapitalisten eigentlich, gemeinsam mit ihnen, vertreten sollten.

Es muss auch ganz klar festgehalten werden, dass die führenden Kräfte der Partei, Schritt für Schritt letzte Reste antikapitalistischer Inhalte verraten. Es ist völlig unverständlich, dass verkündet wird, man habe „erfolgreich“  ein antikapitalistisches Programm (Zeilen 28-35) einem regierungs - und parlamentsfixierten „Pragmatismus“ entgegengestellt. WO bitte, wirkt der?  Beim Opel in Bochum?

Die "wilden" Streiks 1969 und 1972/73 und die Rolle der "Gastarbeiterinnen".

Im Handelsblatt, dem Zentralorgan zur Verbreitung kapitalistischer Grundsätze, wurde am 11.09.1964 unter dem Titel „Willkommen, Senhor! “, wie folgt berichtet:

„Senhor Rodrigues, seien Sie in der Bundesrepublik herzlich willkommen. (...) Dass man zu Ihrer Begrüßung auch ´Auf in den Kampf, Torero´, gespielt hat, hat durchaus symbolischen
Charakter. Jetzt geht es an die Arbeit. … Wir wären ganz froh, wenn wir in unserem Land nicht gezwungen wären, soviel Ausländer fern der Heimat beschäftigen zu müssen. Nun sind Sie aber da, wir brauchen Ihre Hilfe, und Sie sollen es so gut haben, wie es eben geht, so gut wie es ein Gast erwarten darf. Vergessen Sie nur nicht, Deutsche denken etwas anders als Portugiesen, und Portugiesen empfinden manches anders als die Deutschen. Das kann man nicht ändern. Tusch! In diesem Sinne: ´Auf in den Kampf, Senhor Rodrigues!´“

Es war der 10.09.1964, und auf dem Bahnhof Köln-Deutz wurde dem einmillionsten „Gastarbeiter“ als Willkommensgruß ein Motorrad geschenkt.

Salzburgs GRÜNE im Machtrausch


Wählerwillen verraten von grünen regierungsgeilen Nichtdemokraten
Sie mauscheln dabei mit ÖVP und der Stronachpartei

Im Wahlkampf zum Salzburger Landtag forderte die grüne Spitzenkandidatin Astrid Rössler „mehr Kontrolle“ und natürlich auch Transparenz. Nun ist die neue Koalition gebastelt, mit übelsten grünen Kompromissen. Man liegt im Bett mit dem Team Stronach einer politischen Gruppierung, die ein Milliardär gründete und die weit davon entfernt ist, auch nur im Ansatz, in ihrer Gruppierung eine demokratische Willensbildung zu haben. Weder beim Programm, noch bei der Kadidatenauswahl!  Dazu kam die ÖVP, sie  hatte die Spekulationsgeschäfte im Land Salzburg begonnen, für die vor allem die Sozialdemokratie und die Landeshauptfrau  die Gabi Burgstaller abgestraft wurde.

Der „Mitspekulant Wilfried Haslauer“ von der ÖVP war da als Obmann und stellvertretender Landeshauptmann genau so beteiligt wie einige andere ÖVP-Politiker, dazu noch die von ÖVP - nahen Managern besetzte Salzburger Hypo und der ÖVP treu verbundene Landesbeamte. Beide Parteien wurden dafür von WählerinWähler abgestraft,  wobei Burgstaller die größeren Stimmverluste verantworten musste, sie hatte  ihren Hof nicht ordentlich bestellt.

So organisierte Wilfried Haslauer die neue Koalition aus ÖVP, Grüne und Team Stronach
in fünfwöchigen Gesprächen und dabei wurde auf Transparenz, mit der man Wahlkampf gemacht hatte kein Wert gelegt. Dieses „Dreierbündnis“ beweist eine Verschlossenheit samt dazugehörigem Politikverständnis, das dem grünen Wahlversprechen nach Transparenz  vollkommen widerspricht.


Jutta Ditfurth -REDE auf der  SOLIDARITÄTSDEMONSTRATION FÜR BLOCKUPY
in Frankfurt/Mainvon
Jutta Ditfurth (ökologische Linke/ÖkoLinx im Römer)
Frankfurt/Main, 8.6.2013

Hej! Ich war letzten Samstag hier an dieser Stelle mit rund tausend Menschen im Frankfurter Polizeikessel. CDU-Minister Rhein und die Frankfurter Polizeiführung hatten Blockupy eine Falle gebaut, die Demo gestoppt und bis an die Zähne bewaffnete Polizeistaffeln gegen uns losgejagt.

Die Polizei setzte massenhaft Pfefferspray ein. Dadurch sind anderswo schon Menschen gestorben. Pfefferspray verätzt Lungenbläschen. Menschen könnten erblinden. Das jüngste Kind, das am Samstag Gas in Augen und Mund bekam, war zwei Jahre alt. Polizisten schlugen Menschen mit der Faust ins Gesicht. Traten sie. Stießen ihnen Tonfa-Knüppel in den Unterleib.

Ich musste im Kessel viele Stunden beobachten, dass jede zweite oder jeder dritte Kesselgefangene beim gewaltsamen Abführen aus unseren Reihen misshandelt wurde. Noch nie in

Salzburg wählt
Neues aus der PolitwahlparolenwahnANstalt

In Salzburg war leider nicht der Ulli Hoeness als Spekulationsspezialist tätig, sondern völlig Unbegabte aus Politik und Beamtenschaft, die dem Gott Kapitalismus jeden Tag ein „Halleelujaaaaahhh“ singen.  Ein bisher unaufgeklärtes Geschehen kann so: „Am 16. Jänner 2013 legt der scheidende Finanzlandesrat Brenner(SPÖ) den "Expertenbericht zur finanziellen Lage vom Land Salzburg" dem Finanzüberwachungsausschuss des Salzburger Landtags vor. Diesem ist zu entnehmen, dass entgegen dem vom Land erwarteten Vermögensdefizit von bis zu 340 Millionen Euro per Ende 2012 ein rechnerischer Vermögensüberhang von 74 Millionen Euro bestand, der sich aus der Differenz der Summe des Finanzvermögens mit 1.902 Millionen Euro und der Summe der „Verbindlichkeiten aus Finanzmanagement“ mit 1.828 Millionen Euro ergab. Allerdings stehen den bisher unbekannten Verbindlichkeiten in Höhe von 1,8 Milliarden Euro, die zur Finanzierung von Wertpapieren und Derivaten dienten, nur bisher unbekannte Vermögenswerte in Höhe von rund 1,35 Milliarden Euro in Form von Wertpapieren gegenüber. Weiters sind auch Derivate in der Höhe von insgesamt rund 450 Millionen Euro als Vermögenswerte angeführt. Im April 2013 stellte der Rechtswissenschafter Meinhard Lukas in einem Gutachten fest, dass durch die Auflösung des lange

 

ZUM  1.Mai

Vor 86 Jahren schrieb Erich Mühsam, den  heute die im Umbau befindliche Republik tot schweigt, der aber nicht umzubringen ist, diesen Text zum „Kampftag“ der Arbeiterklasse. Geschichte wiederholt sich nicht, aber was damals  von Erich Mühsam der Sozialdemokratie und den Gewerkschaften vorgeworfen wurde, das passt auch noch heute. Erich Mühsam wurde von den Nazis am 10. Juli 1934 im KZ Oranienburg ermordet. Schon vorher hat man seine Bücher und Texte verbrannt. Heute muss man das nicht mehr tun. Einschaltquotendiktatur und Nichtbefassung sorgen dafür, dass das  was sich nicht fügen will, nur noch in den Archiven modert.  Deswegen hier seine Nachricht:

„Glückliche Fügung: Der 1. Mai 1927 fällt auf einen Sonntag! Ei, da wird es ein fröhliches Feiern geben; da kann ein jeder mit— marschieren hinaus ins Grüne, die roten und schwarzrotgoldenen Fahnen bekränzt mit dem lieblichen Schmuck des jungen Frühlings, und der eherne Schritt der Arbeiterbataillone, melodiös begleitet vom Rasseln der Kinderwagen, stampft in musterhafter Ordnung zum Festlokal, wo Familier Kaffe kochen können und wo auf Festreden und nedcisches Spiel abends der Schwof folgt. Der Mai ist gekommen! schmettert es durch Feld und Auen und Nicht predigen wir Haß den Reichen, nur gleiches Recht für jedermann! Grassmann aber, die geballte Faust aus der Tasche ziehend und auf das rot drapierte, von Lenzgrün prangende Pult schj sgend, versichert den freudig bewegten Pärchen, die Hand in Hand mit den Blicken an des Redners gesträubtem Schnurrbart hängen, daß er es dem Stegen.‘ wald gehörig geben werde, daß das Arbeitszeitnotgesetz eine Schande sei für die deutsche soziale Republik, daß der Bürgerblock nur ja nicht übermütig werden möge, — denn die ungeheure Beteiligung an der Maifeier. dieses Jahres beweise es, daß die Arbeiterschaft voll und ganz hinter ihren