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Die Gewerkschaft.... | Drucken |

....macht uns stark?

Ja, das ist zwar ein schöner Spruch, aber stimmt er auch? Ist man interessiert die Arbeitslosen zu organisieren, will man die Armen und Hilflosen in die Solidargemeinschaft aufnehmen?

Gewerkschafter

von Claus Armann

Es scheint nicht so. Dafür spielt man, wie schon immer, feine Tarifvertragsverhandlungstheaterstücke und verkündet, jeweils nach „langanhaltenden“ und „zähen“ Verhandlungen, dass es ein Ergebnis gäbe. Nun hat man ja ganz wild und entschlossen gegen die Gesundheitsreform gekämpft und alle Gewerkschaften, bis auf die die von Siemens bestochen und eingekauft wurde, sind ja, aber so was von kämpferisch und konsequent gegen eine Rente mit 67, dass es nur so raucht!

Leider ist das auch nur die halbe Wahrheit, denn am 9.3.2007 haben von den 15 Mitgliedern der SPD Bundestagsfraktion, die vor oder neben ihrem Mandat hauptamtlich in Gewerkschaften tätig waren oder sind, folgende Kolleginnen und Kollegen der Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre zugestimmt:

Gerd Anders (IG BCE)
Wahlkreis 41 (Hannover)

Kurt Bodewig (ver.di)
Wahlkreis 109 (Neuss I) 

Ute Kumpf (IG Metall)
Wahlkreis 260 (Stuttgart II)

Doris Barnett (ver.di)
Wahlkreis 209 (Ludwigshafen)

Klaus Brandner (IG Metall)
Wahlkreis 132 (Gütersloh)  klaus,

Walter Riester (IG Metall)
Wahlkreis 264 (Göppingen)

Karin Roth (IG Metall)
Wahlkreis 262(Esslingen)

Jörg Tauss (IG Metall)
Wahlkreis 273 (Karlsruhe-Land)

Franz Thönnes (IG BCE)
Wahlkreis 008 (Segeberg/Stormarn-Nord)

Traurig ist, dass vor allem die IG Metallerinnen und IG Metaller die Mehrheit jener bilden, die meinen man müsse bis 67 malochen, auch wenn bereits, gerade in der Metallbranche,  kein  einziger abhängig Beschäftigter  mit dem Alter von 60 Jahren noch einen Arbeitsplatz besetzt. Die gibt es nämlich nicht. Die sind den Sozialplänen zum Opfer gefallen, die vor allem hauptamtliche Gewerkschaftsfunktionäre immer wieder empfehlen,  um dem Kapital zu helfen, ganz billig Arbeitsplätze zu vernichten.

Der „Kollege“ Riester allerdings, dieser gewerkschaftliche Schöngeist im Bärenfell, der sollte noch mal, zusätzlich 5 Jahre in die Produktion geschickt werden, damit er begreift, dass man berechtigte Forderungen der Gewerkschaftsmitgliedschaft nicht so einfach, per Stimmabgabe ,verraten kann.

Das war nicht stark, diese neun Männer und Frauen sollten aus ihren Gewerkschaften ausgeschlossen werden. Sie haben sich gewerkschaftsfeindlich verhalten und die Interessen der Kolleginnen und Kollegen verraten!

 
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Freitag, 03. September 2010
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