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KARAJAN UND KEIN ENDE UND DER SENF DER KRONEN ZEITUNG | Drucken |

oder
WAR KARAJAN  1967 wirklich GRÜNDER der
SALZBURGER FESTSPIELE ?

KarajanJeden Sonntag gibt es in Österreich in frei zugänglichen Plastiktaschen die KRONEN ZEITUNG. An Arbeitstagen kauft Ösi diese Zeitung im Kiosk, der Tankstelle und wo man eben  sonst Zeitungen kauft.  Die KRONE auch das Zentralorgan der Hausmeisterinnen und Hausmeister, spricht jenes Volk  das eine „gesunde“ Meinung hat und am Sonntag gibt es das alles mit einer zusätzlich farbig gestalteten Beilage.  Am 10.2. 2008 wird für 0,90 €  dann berichtet das Cate Blanchett einmal mehr auf „Oscar Kurs“ sei und ab Seite 10 geht es um Karajan, der würde am 5. April seinen hundertsten Geburtstag feiern und das ist ein Anlass der Frau Ingrid Altermann jubelnd in die Tastatur hauen lässt. Dabei wird Anne-Sophie Mutter bemüht, die sagt: „Seine künstlerische Qualität ist einfach unsterblich. Deshalb ist er für mich auch immer noch da.“ zu hauen.
Der „Durchbruch“  - nicht der des Magens – fand 1938 statt. Da dirigierte Herbert von Karajan an der Berliner Staatsoper Wagners „Tristan und Isolde“. Das veranlasst Frau Altermann festzustellen: „das Publikum tobte vor Begeisterung. Die Presse ebenfalls. Das „Wunder Karajan“ war geboren.“ Wie? Nicht am 5. April 1908 geschah das „Wunder“ sondern später?
Das vor der Begeisterung ein Publikum tobt, ist ja nicht neu, das die Presse das auch tut, das hat schon Karl Kraus beklagt. Gebessert hat sich da aber nix. 

Wem die deutsche Sprache durchgeht und er fängt sie nicht früh genug wieder ein, der darf für die KRONEN ZEITUNG schreiben, das geht dann so weiter :“Der exzentrische Vollblutmusiker mit den stahlblauen Augen, dem stets eine Nähe zu den Nazis nachgesagt wurde, verhielt sich in den folgenden Jahren politisch sehr widersprüchlich.“

Wir kennen Vollmilch, wobei noch immer nicht geklärt ist, ob es auch eine Halbmilch gibt. Eine Pressehalbwelt scheint aber vorhanden zu sein. Das es Vollblutmusiker gab und gibt und Karajan auch einer war, hat das was mit seinen „stahlblauen“ Augen zu tun, die ihm eine „nachgesagte Nähe“ zu den Nazis einbrachte? Fragen deren Antwort nicht so wichtig sind, denn vor allem die Mozartstadt Salzburg will, soweit dies die Fußballeuropameisterschaft zulässt, ein Karajanjahr feiern.

Dagegen spricht ja nichts, wenn man auch berücksichtigt, dass Karajan Mitglied der NSDAP war. Soweit so gut,  nur dann wird die Geschichte der Salzburger Festspiele endgültig umgeschrieben. Frau Ingrid Altermann plaudert Dampf: „Aber schon im Jahre 1948 (nach einem Berufsverbot wegen NSDAP-Mitgliedschaft)  wurde er Direktor der Wiener Musikfreunde. Arbeitete an der Mailänder Scala, stand an der Spitze der Wiener Staatsoper – und begründete schließlich 1967 die Salzburger Festspiele, die er bis zu seinem Tode auch leitete.“

Helfen wir nun der KRONEN ZEITUNG  und verraten ihr und der Frau Altermann, wie es wirklich war?

1920 begründete Max Reinhardt in Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal, dem Komponisten Richard Strauss, dem Bühnenbildner Alfred Roller und dem Wiener Hofoperndirektor Franz Schalk die Salzburger Festspiele – die erste Aufführung, Hofmannsthals Jedermann, fand am 22. August 1920 auf dem Domplatz statt. Seine letzte Regie für die Festspiele war Faust von Johann Wolfgang Goethe 1937.

Es gibt den Slogan, dass hinter mancher Zeitung ein heller Kopf stecken würde, in den meisten Zeitungen schreibt manch eine oder einer viel Holler. So fragt man sich,  ab wann Adolf Hitler den RING DER NIBELEUNGEN komponierte und Richard Wagner MEIN KAMPF schrieb.

Dieter Braeg

 
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