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Ist das ein Theater mit dem alten Theater...
oder

von Dieter Braeg
Mönchengladbach will alles sein, Einkaufsstadt, Sportstadt und Kulturstadt. Nachdem, erfolgreich gefördert durch den ehemaligen Sprecher des Kulturausschusses Dr. Hans Walter Hütter (CDU) das alte Schauspielhaus der Kultur entrissen wurde, die in Mönchengladbach seit Jahrzehnten ein trauriges Nischendasein fristet, hat man großes vor, man will den Mönchengladbacher Stadtkern, mit einem Handels- und Dienstleistungszentrum beglücken und dafür das Areal um das ehemalige Stadttheater an der Hindenburgstrasse oder das Areal Hans-Jonas-Park im Berggarten schleifen. Wie verantwortliche Stadtplanung aussieht kann Bürgerin Bürger ja jeden Tag erleben, wenn man die Baustelle AdolfHitlerKanzlerernennungsstraße (Hindenburgstraße) besichtigt, die vom Städtetag demnächst mit der Auszeichnung „Baustelle des Jahrtausends“ ausgezeichnet werden wird.
Erinnern wir uns doch an den großen Erfolg der kommunalen Politik, als man aus dem Schauspielhaus einen Musicalstadel machte in dem es, es passt zur Stadt, das Musical „Gambler“ gab und außer vielen Verlustmillionen auch die Wahlbeteiligung bei den Kommunalwahlen auf unter 50% schraubte.
Als „Einkaufsstadt“ da verteilt sich ja das Geschäft schon in der Stadt. Die „IchbindochnichtblödFans“ haben ihren Treffpunkt hinter dem überaus geschmackvoll nichtrenovierten Mönchengladbacher Hauptbahnhof, der nun über einige Aufzüge zu den Bahnsteigen verfügt, während die „GeizistGeilbevölkerung“ im oberen Teil der Hindenburgstraße zuschlägt oder in Rheydt, das ja, wie immer, stadtentwicklungsmäßig stiefmütterlich behandelt wird. Dazwischen gibt es viele schöne 1€-Billigläden an deren Auslagenscheiben sich die Hartz IV. Empfänger die Nasen plattdrücken und hinter dem Bahnhof ein wunderschönes Hallenbad, dass über keine Wellness- und Saunaabteilung verfügt. Wozu auch, wer in eine Sauna will, fährt in die Weltstadt Kleinenbroich oder nach Bergheim. Schwitzen in Gladbach ist nicht mehr, obwohl die frühere Saunaabteilung des Zentralbads erstklassig besucht war und durchaus wirtschaftlich agierte. Es gibt für BürgerinBürger höchstens „Stadtentwicklungsangstschweiß“.
 Überlebt das Schauspielhaus alle CDUSPDFDPGRÜNENprojekte?
Dass man nun nach dem alten Schauspielhaus – auch in Erwägung zieht den Berggarten zu schleifen, zeigt deutlich, dass es weder um Kultur oder Sport geht, sondern nur ums Geschäft. Wie soll eine Einkaufsstraße, die Hindenburgstraße ist eine, in Vielfalt überleben, wenn ihr nun, nach dem Vituscenter, das selbst genügend „Freiraum“ anbietet, überleben, wenn man im Mittelpunkt ein Einkaufscenter plant in dem 130 Geschäfte Platz haben sollen?
Obwohl die Politik Jahre jeden Versuch im ehemaligen Schauspielhaus wieder Kultur anzusiedeln bekämpfte, staunt man nun darüber, dass das Haus als Ausweichsquartier für das Abteibergmuseum herhalten kann, so lange dort renoviert und erneuert wird. Wer macht sich denn die Mühe die Hindenburgstraße hochzusteigen, sie ist höchstens als Kletterpark geeignet, um in einem ECE-Vorhaben sein Geld zu lassen? Spätestens bei der Buchhandlung Wackes ist man sein Geld los!
Das in der Mönchengladbacher Stadtmitte außer der „Spindel“ kein regelmäßiges Kulturprojekt überlebt und das BIS auf der Bismarckstraße schon seit Jahren nur noch ein „Schmalspurprogramm“ bietet, das in keiner Weise dem Konzept eines „offenen“ Kulturzentrums entspricht, sei am Rande erwähnt. Man muss dem Vorsitzenden des Stadtkulturbunde, Karl Boland recht geben wenn er meint: „Mit diesem Vorhaben wird nicht nur der wunderschöne Jonas-Park in absoluter Citylage zerstört, auch zwei wichtige Kultureinrichtungen (VHS und Musikschule) müssten demnach weichen".
Das scheint niemanden zu stören, denn die CDU die in dieser Stadt ein ewiges Regierungsrecht erworben hat, will dem ECE das an einem möglichst ebenerdigen "Gladbacher Centro" interessiert ist entgegenkommen. Früher hieß es ja „Nieland, Bohnen, Esser, die wissen alles besser“ nun ist Manfred Nieland (CDU) übrig geblieben. Dessen Stadtentwicklungsgesellschaft EWMG mit Sitz an der Regentenstraße ist angeblich für den möglichen ECE-Center-Standort altes Theater/Finanzamt bereits mit Grundstückseigentümern u.a. an der Croonsallee und der Yorckstraße im Gespräch gewesen.
Das man in Mönchengladbach von der „autofreundlichen“ zur „Hockeyweltmeisterschaftsstadt“ wurde, tröstet auch wenig. Ein Stadtentwicklungsfleckerlteppich überzieht die Stadt. Nordpark, Ost-West-Straßenverbreiterung, Affenfelsenbeseitigung und ins Haus Westland zieht die DB-Zugauskunft. Dies ließe sich fortsetzen. Kultur findet statt mit einem Onlinefortsetzungskrimi und der CDU- Fraktionsvorsitzende des Rates der Stadt jubelt: „Wir haben jetzt Perspektiven, die Mönchengladbacher Innenstadt wieder sehr viel attraktiver zu machen. Bis zum Erreichen des Ziel werden sicher noch viele Einzelprobleme zu lösen sein. Aber ich bin zuversichtlich, dass dies gelingen wird. Wir sind auf einem guten Weg.“
So wie der „gute Weg“ aussieht hat sich ECE, nach zahlreichen Arbeitsgesprächen mit den Experten der Stadtverwaltung und externen Gutachtern für eine Konzentration der Planung für ein Handels- und Dienstleistungszentrum mit einer Größe von etwa 30 000 Quadratmetern, auf den Standort Schauspielhaus festgelegt. ECE hat einen Baubeginn im Sommer 2008 ins Auge gefasst und man hat sich geeinigt, mit wem auch immer, dass drei durchgehende Geschosse, die sich von der Hindenburgstraße in Richtung Adenauerplatz erstrecken sollen, gebaut werden können. Wie schön, dass man sich auch abgesprochen hat, dass Voraussetzung zur Realisierung dieses Größenwahnprojektes die Steinmetzstraße zwischen Kleiststraße und Viersener Straße tiefer gelegt wird, das neue Einkaufszentrum also in einem Tunnel unterquert wird. . Außerdem muss das die Hindenburgstraße querende Straßen-Teilstück zwischen der Ecke Steinmetzstraße/Viersener Straße und dem Abzweig Abteistraße aus dem Verkehrsnetz genommen werden.
Wie lange gibt es das "tolle" Finanzamt noch?
Ja, der Weg ist gut. Das Finanzamt Mönchengladbach Mitte verschwindet, ein so schöner Bau war es ja nicht und auch sonst verträgt diese Ecke der Stadt architektonisch ja fast alles. Das dürften Bürgerin und Bürger ja erleben, die ja nun schon zahlreiche Projektvorstellungen überstanden haben, die alle in der Versenkung verschwanden. Ob es nun was mit dem ECE Projekt wird, bleibt abzuwarten, jedenfalls sollte man sich langsam für ein größeres Kultur-jubiläumszerstörungsfest vorbereiten, wenn man „10 Jahre Kulturleben ohne altes Schauspielhaus“ feiern wird. Dr. Hütter schuhplattelt, der Kulturausschuss singt das Kufsteinlied und die größten Töchter und Söhne der Stadt stimmen Lobeshymnen an. Oder singen das „Die Schuld haben andere“ Lied.
Anschließen eröffnet der Oberbürgermeister dann im alten Mönchengladbacher Schauspielhaus den größten wetterunabhängigen Flohmarkt Deutschlands. Endlich die Lösung für das alte schöne Gebäude, die mir schon seit Jahren vorschwebt! |
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Samstag, 04. September 2010
Ich will nie ins Altersheim!
Wenn ich einmal in später Zukunft alt und klapprig bin, werde ich bestimmt nicht ins Altersheim gehen, sondern auf ein Kreuzfahrtschiff.
An Euch !
K L I C K auf die Totenkopfohren
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Kostproben der CD´s Braegbösereien und Nochbraegböser
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