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Ökologische Linke | Drucken |

»Antifaschistische Politik heisst auch: Kampf um den öffentlichen Raum«
Aktion gegen die NPD bei »Parteienmesse« in Kunsthalle Kassel

ÖkoLinX-ARL im Römer

                                                                                                                       Frankfurt/Main, 9.9.2008

Presseerklärung & Fotos

»Antifaschistische Politik heisst auch: Kampf um den öffentlichen Raum«
Aktion gegen die NPD bei »Parteienmesse« in Kunsthalle Kassel

Die Ökologische Linke und ÖkoLinX-ARL im Römer haben, als sie erfuhren, dass auch die NPD zur »Parteienmesse« Teil der Ausstellung »Deutsche Grammatik« in der Kunsthalle Fridericianum in Kassel am 6.7./9.2008, eingeladen war, ihren Stand in einen antifaschistischen Proteststand verwandelt.

Wir haben unseren Stand, üppig ausgestattet mit Plakaten, politischer Grafik, Flugblättern und Programmatischem aus 17 Jahren (1991¬2008) schwarz verhüllt und mit Protestplakaten gegen Faschismus und Antisemitismus geschmückt sowie Flugblätter ausgelegt (siehe Fotos). Vertreter der Ökologischen Linken waren dort und diskutierten mit den Besuchern.

Oekologische Linke

Text unseres Protestplakates:
»Die Ökologische Linke und die ÖkoLinX-Antirassistische Liste im Römer, Frankfurt am Main, protestieren dagegen, dass die faschistische NPD an der Politica 1 teilnehmen kann und verschließt daher ihren Stand für die Dauer der Duldung der NPD durch die AusstellungsmacherInnen. Wir fordern den für das Messe- und Ausstellungskonzept verantwortlichen Künstler Christoph Büchel und den Künstlerischen Leiter der Kunsthalle Fridericianum, Rein Wolfs, auf, den Stand der NPD entfernen zu lassen. Die NPD steht in direkter Tradition des NS-Faschismus und vertritt eine von vornherein menschenfeindliche Ideologie, die der Durchsetzung verschärfter kapitalistischer Ausbeutungsbedingungen dient. Mit Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit versucht die NPD die Solidarität der Lohnabhängigen zu untergraben. Die NPD steht außerhalb einer humanen Gesellschaft. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.« Und: »Gegen NPD und ähnliche Parteien am rechtsextremen Rand, wie Republikaner und DVU«

Politica StandDas stumpfe Fernbleiben der etablierten Parteien im Bundestag (CDU/SPD/FDP/Grüne) demonstriert ungewollt ihre Unfähigkeit, sich mit Nazis und ihrer Ideologie auseinanderzusetzen. Antifaschistische Politik heisst auch: Kampf um den öffentlichen Raum. Wer ihn aufgibt, macht Platz für Faschisten, ob in Kunsthallen oder auf öffentlichen Plätzen. Diese Feigheit und Ignoranz bezahlen Menschen in diesem Land seit vielen Jahren mit ihrer Freiheit, ihrer Gesundheit, ihrem Leben. Was sich in bürgerlichen Kreisen Antifaschimus nennt ist oft nichts anderes als empathiefreie Sorge ums eigene Image.

Die Frankfurter Rundschau (8.9.2008, Hessen F 15) hat über die Ausstellung Unwahres berichtet:
»Doch nur die Linke entschloss sich, ihren Stand trotzdem zu nutzen nicht für Werbung in eigener Sache, sondern um gegen die NPD zu demonstrieren. Es sollte der einzige Protest gegen die Anwesenheit der NPD bleiben«.

Das ist vollkommen falsch. Wir werden versuchen, eine Gegendarstellung bzw. Richtigstellung durchzusetzen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 16. November zu sehen.

Anlage: Fotos & Texte
In der Anlage finden Sie:
- zwei Fotos, der Stand vorher (unverhüllt) und nachher (verhüllt),
- das Protestplakat und
- das Flugblatt.
Alle weiteren Informationen und zusätzliche Fotos finden Sie auf unserer
website: www.oekologische-linke.de


Mit freundlichen Grüßen
Jutta Ditfurth

 
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Alt und Neu

Tarifkonflikt im Babylon Mitte wird zum Politikum

Gestern protestierte die FAU Berlin vor dem Kino Babylon Mitte anlässlich der von der Linkspartei veranstalteten »Linken Kinonacht«. Die FAU Berlin wollte damit ihre Kritik an dem Umgang der Linkspartei mit dem Konflikt um einen Haustarifvertrag im Babylon Mitte zum Ausdruck bringen.

Die Linkspartei gab dabei erstmals offiziell bekannt, dass die Verhandlungen zwischen der Babylon-Geschäftsführung und ver.di durch ihre Vermittlung zustande gekommen sind. Damit wurde die Vermutung der FAU Berlin bestätigt, dass die ver.di-Intervention politisch eingefädelt sei.
Ver.di-Verhandlungsführer Andreas Köhn hatte dies bisher nicht bestätigen wollen und lediglich angeführt, ver.di wäre aus eigenem Antrieb, durch Aufforderung eines Mitgliedes im Betrieb tarifpolitisch aktiv geworden.

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