Ein Führer durch den Ehrenhain der Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof für die hingerichteten WiderstandskämpferInnen.
Schon vor einiger Zeit ist unter obenstehendem Titel die 2. verbesserte und mit neuen Porträts erweiterte Auflage von Willi Weinerts Führer durch den Ehrenhain der Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof für die hingerichteten WiderstandskämpferInnen erschienen.
Am 21. April 2005 wurde um 10 Uhr in der Gruppe 40 des Wiener Zentralfriedhofs ein großes Denkmal, das an die mehr als 1000 Widerstandskämpfer erinnern soll, die dort beerdigt wurden, durch Bürgermeister Dr. Michael Häupl enthüllt.
Willi Weinert: »Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer«.
Ein Führer durch den Ehrenhain der Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof für die hingerichteten WiderstandskämpferInnen. Mit einem Geleitwort des Bürgermeisters der Stadt Wien Dr. Michael Häupl.
192 Seiten, ca. 500 Fotos u. Abb.; ISBN: 3-9501986-0-1
Preis: Euro 15.- (Versandkosten Inland Euro 1,75.-)
Bezug: Buchhandlung Hans Jauker, Wien 1140, Sampog. 4 (Tel. Nr. 985 97 77);
Der Nationalsozialismus war zwar imstande für sieben Jahre Österreich von der Landkarte zu löschen, doch es sollte sich zeigen, dass er nicht in der Lage war, das Selbstverständnis der ÖsterreicherInnen zu tilgen. Im Gegenteil: Gerade diese Annexion Österreichs bildete die Grundlage für ein stetig steigendes Österreichbewusstsein. Was vor einem halben Jahrhundert noch undenkbar gewesen wäre, wird seit geraumer Zeit durch Umfragen bestätigt: Die Mehrheit der ÖsterreicherInnen haben ein österreichisches Nationalbewusstsein, verstehen sich als eigenständige Nation. Tausende, die sich nach 1938 schon zu Österreich bekannten und dafür eintraten, bezahlten ihren Kampf für Freiheit und Demokratie mit Verfolgung und Haft, viele von ihnen auch mit dem Leben. Nur an wenige WiderstandskämpferInnen erinnert eine Gedenktafel, oder eine nach ihnen benannte Verkehrsfläche. Als zentrale Gedenkstätte für die im Wiener Landesgericht hingerichteten WiderstandskämpferInnen ist die Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof anzusehen. Sie einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen, ist die Absicht dieses Buches. Die Erinnerung an den österreichischen Freiheitskampf der Jahre 1938–1945, diesem opferreichen Kapitel der österreichischen Geschichte, ist eine Verpflichtung. Seine Existenz war integraler Bestandteil der Wiedererrichtung der Zweiten Republik in Österreich. (...) Auch wenn das Wirken dieser ÖsterreicherInnen nicht massenwirksam wurde, so repräsentieren sie doch das bessere Österreich. Die Erinnerung an sie spielte nach 1945 und bis heute im öffentlichen Bewusstsein leider eine untergeordnete Rolle. Dieses Buches möge dazu beitragen, dem Vergessen dieser tapferen Menschen entgegen zu wirken.
Aus dem Geleitwort des Bürgermeister der Stadt Wien Dr. Michael Häupl
+ In diesem erste Führer durch den Ehrenhain der Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof für die WiderstandskämpferInnen, die zwischen 1942 und 1945 im Wiener Landesgericht I geköpft worden sind, wurden mehr als 570 Personen erfasst. Mit wenigen Ausnahmen geben Kurzbiografien einen Einblick in ihr Leben, und die (in den meisten Fällen erstmals veröffentlichten) Porträtsfotos lassen ein Bild von ihnen entstehen. Der Bogen der hier bestatteten KämpferInnen gegen den Nationalsozialismus spannt sich vom katholischen Priesterseminaristen Hans-Georg von Heintschel-Heinegg, über den Revolutionären Sozialisten Eduard Göth bis zum Mitglied des Zentralkomitees der KPÖ Hedwig Urach. Die Menschen, die mit dieser Broschüre dem Vergessen entrissen werden sollen, sind von unterschiedlichen Ansätzen her aktiv gegen das NS-Regime aufgetreten. Und weil damals keine andere Form des Widerstandes als der im Geheimen möglich war, was nach den Gesetzen dieser unmenschlichen Gesellschaftsordnung illegal war, wurden sie zum Objekt von Überwachung, Verhaftung, Verurteilung und Ermordung. Das Buch soll dazu beitragen, das Andenken an diese Menschen wach zu halten, die einer brutalen, schier unbezwingbaren Diktatur entgegen traten und als aufrechte, kampfentschlossene Minderheit den richtigen Weg beschritten.
Aus dem Inhalt: Zum Geleit (Michael Häupl) Vorwort Übersichtslageplan Legende Lageplan der Gruppe 40 Einleitung Auf dem Weg in den Tod Vom Erinnern: „... später wird es Gewohnheit und darüber hinaus vergessen.“ Hinrichtungen im Wiener Landesgericht Zum Umgang mit den Leichen der Hingerichteten Die Gruppe 40 – eine kurze Chronik Biografien Allgemeine Bemerkungen / Statistisches / Struktur der Biografien / Erläuterungen
Anhang: Steirer als Opfer der Wiener Blutjustiz 1942–43 (Heimo Halbrainer) Im Schatten des Fallbeils. Die Hinrichtungen im Grauen Haus (Ewald Sator) Fini Kaluzik findet das Grab ihres hingerichteten Mannes Ich war sieben Monate in der Todeszelle (Edith Schober) Die Gräber fordern Sühne (Karl Hans Heinz) Die Hinrichtung aus der Sicht eines Gerichtsmediziners Erinnerungen von Katharina Sasso an die Gruppe 40 im Jahr 1945 Ihre Söhne starben für Österreich (Emmi Walter) Briefe und Kassiber von Oskar Klekner Kassiber (Gedicht) von Rudolf Klekner für Margaretha Tremmel Verzeichnis der Namen, geordnet nach Plannummern Abkürzungsverzeichnis Begriffserläuterungen Benutzte Archive / Verwendete Literatur Verzeichnis der Abbildungen, Fotos und Gedichte Personenverzeichnis Preface (engl.)
nach eigenen, unverbrüchlichen Gesetzen.
Aber die Menschen sind dieser Gesetze Träger.
Sie machen ihre Geschichte nicht aus freien Stücken,
aber sie machen sie selbst. Rosa Luxemburg (1914)
Unermüdlicher Streiter für eine bessere, sozialistische Welt, dauerhafter Mahner gegen alte und neue Nazis, engagierter Verfechter einer konsequenten Gewerkschafts- und Betriebsarbeit, solidarischer Kämpfer für die internationale Zusammenarbeit fortschrittlicher Bewegungen, unbestechlicher Gegner bürokratischer Strukturen und Politik in der Arbeiterbewegung, geistig jung gebliebener Denker, Autor und Kritiker in der Welt von heute – das war und ist
Jakob Moneta
der am 11. November 2009 sein 95. Lebensjahr vollendet.
Wir gratulieren ihm sehr herzlich zum Geburtstag und wünschen ihm alles Gute.
Am 11. November 2009 wird um 20 Uhr im Frankfurter „Club Voltaire“, Kleine Hochstraße, der Film
„Jakob Moneta“ von Juri Hälker gezeigt.
Udo Achten, Herwart Achterberg, Neville Alexander, Wolfgang Alles, Agnes Alpers, Susi Anderle, Kersten Artus, Heide Basché, Peter Baumann, Wolfgang Behrs, Karin Benz-Overhage, Wolfgang Berndt, Heinz Bierbaum, Achim Bigus, Lothar Bisky, Joachim Bischoff, Uwe Bitzel, Udo Blum, Eva Böller, Jürgen Bönig, Mary Boger, Gerd-Uwe Boguslawski, Helmut Born, Dieter Braeg, Rüdiger Bresien, Uli Breuer, Margot Brunner, Gerd Brücker, Klaus Brülls, Klaus Buchholz, Andreas Buro, Ernst Busche, Eric Canepa, Gert Christ, Manfred Coppik, Peter Martin Cox, Wolfgang Cürten, Helmut Dahmer, Diether Dehm, Frank Deppe, Richard Detje, Heinz Deutschland, Hermann Dierkes, Manfred Dietenberger, Markus Dieterich, Josef Donhauser, Klaus Dräger, Werner Dreibus, Monica Dubbel, Thomas Dubbel, Wilfried Dubois, Gabi Eichner, Matthias Eichner, Jutta Ehlers, Klaus Engert, Michael Erhardt, Imdat Erkan, Gerhard Ferdinand, Harald Fiedler, Wolfgang Fieg, Marion Fisch, Harald Flassbeck, Wolfgang Fieg, Georg Fülberth, Kuno Füssel, Matthias Fuchs, Dan Gallin, Wolfgang Gehrcke, Axel Gerntke, Thies Gleiss, Horst Gobrecht, Edith Graw, Gerd Graw, Else Grombal, Marina Gross, Edith Großpietsch, Walter Gruber, Harri Grünberg, Peter Grusse, Gerhard Gust, Gregor Gysi, Juri Hälker, Heiner Halberstadt, Hannes Hanusch, Monika Hartjenstein-Lauenroth, Renate Haupt, Gottfried Heil, Wolfgang Heil, Friederike Heinzel, Monika Held, Detlef Hensche, JO Herbst, Maria Hettenkofer, Ingried Heusel, Volkmar Heusel, Hans-Jürgen Hinzer, Stefan Hölzer, Dittrich Höper, Fritz Hofmann, Dieter Hooge, Gerlinde Hooge, Werner Hülsberg, Jörg Hulverscheidt, Ulla Jelpke, Jörg Jungmann, Sabine Kebir, Gerald Kemski, Achim Kessler, Sascha Kimpel, Horst Klaus, Angela Klein, Helmut Klöpping, Michael Knoche, Horst Koch-Panzner, Bernd Köhler, Stefan Körzell, Silke Koppermann, Michael Kraus, Heinrich Krebs, Jutta Krellmann, Wolfgang Kremer, Daniel Kreutz, Hans Kroha, Sigfried Krupke, Detlef Kunkel, Peter Kurbjuweit, Hans Peter Kurtz, Oskar Lafontaine, Jürgen Lamprecht, Peter Langos, Uschi Langos, Bernd Lauenroth, Christoph Lieber,
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Wieder ist ein Jahr vollbracht und dann wandern alle Beiträge des vergangenen Jahres in’s Archiv um neuen Lesestoff und Ereignissen des Jahres 2008 Platz zu machen. Natürlich wird nichts vernichtet oder verändert. Wer die entsprechenden Buttons (Archivsammlung 2007 und Archiv 2006) anklickt, der kann all das lesen was unsere Autorinnen und Autoren geschrieben haben.
Freundliche Grüße und ein nettes Jahr 2008 wünscht und erhofft das KOSSAWA Team