plagiatorWes Geistes Kind der Herr Guttenberg tatsächlich ist, wurde nach seinem Auftritt zur Frage seines Doktortitels deutlich. „Ich habe zu keinem Zeitpunkt bewusst getäuscht“ verkündet er und will, als wäre der Doktortitel nur heiße Ware, diesen bis zur Klärung nicht mehr führen. Ob er nun bewusst oder unbewusst getuscht hat, spielt das eine Rolle oder ist dies die Fortsetzung jenes nichtvorhandenen Erinnerungsvermögens das viele Deutsche mit  einem  „ich habe von NICHTS gewusst“ begründen. Was so fragt man sich, ist eine wissenschaftliche Arbeit wert, die bei 475 Seiten insgesamt 1300 Fußnoten braucht, zu denen noch mehr als 80 „vergessene“  Textteile kommen?

Wer da schon pfuscht, der hat eigentlich kaum die nötige Stärke und Kompetenz eine Heeresreform durchzusetzen, bei der ein Berufsheer entsteht, dass man nicht braucht und das in „schweren“ Zeiten wohl ohne zu zögern gegen aufmüpfige Bürgerinnen und Bürger eingesetzt wird. Der Herr Doktor Guttenberg muss nun in 14 Tagen der Universität Bayreuth erklären ob er bewusstlos oder bewusst Textteile verwendete, die nicht von ihm sind. Pro Seite gibt es im Durchschnitt in dieser Arbeit fest drei „Fußnoten“ – das zeigt eine „Fußkrankheit“ des Ministers,  die man sich bei den Soldaten nicht leisten kann.

Wer den Schaden hat, bekommt natürlich die volle Breitseite, jenes Spottes, den sich der Herr G. redlich verdient hat. Die „Neue Zürcher Zeitung“ wirbt nun damit, dass Theodor zu Guttenberg aus der NZZ am Sonntag abgeschrieben hat. Auf ihrer Webseite wirbt die NZZ am Sonntag mit dem Slogan:

„NZZ am Sonntag, Summa cum laude – Universität Bayreuth“.

Das die Bundeskanzlerin, mal wieder, „volles Vertrauen“ hat,  gehört zu ihrem Vernebelungssprachschatz, der ja auch den Satz „Wer Jens Weidemann kennt, weisssssss…“ enthält, mit dem nur jene etwas vom zukünftigen Bundesbankpräsidenten „wissen“ die ihn kennen. Eine Vertrauen schaffende Leerformel auf die nur noch jene Journalisten hereinfallen, die Jens Weidemann nicht kennen und beim Herrn Guttenberg,  der seinen Doktortitel ablegt wie einen Mantel, bisher für feinste Reputation sorgten.

Das Zeilenhonorar lässt kaum zu, eine kritische Haltung zu dieser Welt zu entwickeln in der eine Freiheit am Hindukusch verteidigt wird, die wieder Todesopfer bei der Bundeswehr forderte, noch dazu genau dort wo Herr Guttenberg einen Außenposten „visitierte“.  
Wie weit wird dieses Spiel noch getrieben, um zu verhindern, dass der Nimbus des redlichen Politikers mit weißer Weste nicht verloren geht?

Doktortitel ablegen?  Das lässt nur die Unschuldsvermutung schrumpfen!
Ich empfehle raschen Rücktritt!