schlaglochDie kalte Jahreszeit mit viel Schnee sorgt in manchen Köpfen für Verwirrung. In Mönchengladbach der Stadt, der man lieber keine Träne nachweint, weil es sonst eine Gesinnungsüberschwemmung gibt,  war diese Zeit wohl besonders schlimm und so hat der Schlaglochteufel zugeschlagen. Tiefe Risse in der niederrheinischen Gesinnung brachen auf, die von keinem Stoßdämpfer gemildert werden konnten. Da der deutsche Mann und die deutsche Frau Anspruch darauf haben als freie Bürgerin oder Bürger freie Fahrt zu haben, nerven Schlaglöcher.

Seit dem 28.2.2011 hat der Wahnsinn durch Schlaglochverwirrung einen Gipfel erreicht, der jenem gleicht, auf dem der Doktortitellose zu Guttenberg mit einer Hand in der Hosentasche über sein Land schaut, dass ihn so liebt, weil BILD das erfragt hat  Der Wahnsinn liest sich wie folgt:

„Pressemitteilung von Montag, 28. Februar 2011
Stadt Mönchengladbach

1.463 €  auf Schlaglochkonto
Nach wie vor laufen Spenden zur Sanierung der Straßen ein

pmg. Nach wie vor fließen Spenden auf das von der Stadt auf Wunsch einiger Bürger eingerichtete Konto zur Sanierung von Schlaglöchern. Inzwischen zeigt das Konto einen Stand von rund 1.463 Euro an, gespendet von 42 Bürgerinnen und Bürgern. Dabei wurden von einigen Spendern elf sogenannte "Wunschschlaglöcher" mit genauem Ortshinweis angegeben. Vor rund einem Monat hatte die Stadt das Spendenkonto eingerichtet. Die Spenden werden für die nachhaltige Sanierung der Schlaglöcher eingesetzt, die bei besseren Witterungsbedingungen im Frühjahr startet. Bis dahin ist in einem ersten Schritt die provisorische Sanierung der Schlaglöcher mit Kaltasphalt vorgesehen. Einzahlungen auf das Spendenkonto erfolgen unter Angabe des Kassenzeichens 6009.0000.2510 auf das Konto 66001 der Stadtsparkasse Mönchengladbach, BLZ 310 500 00.“

„Dieses Schlagloch wurde durch die Spende von Frau Kappesköppel beseitigt“ – das ist Bürgerbeteiligung wie man sie sich wünscht. Dass jetzt schon Bürgerinnen- und Bürgerkolonnen im Frühjahr in Mönchengladbach den Müll aus den Parkanlagen und Wäldern rausräumen, ist nicht genug. Bald wird es Spenden geben, wenn in der Schule der Fußboden den Bildungsangriffen der Politik nicht mehr standhält und durch PISAfäulnis das Zeitliche segnet?
Warum werden wir eigentlich nicht eine Bürgerspendenrepublik?
Da bräuchten wir keine Bundeskanzlerin die uns erklärt, dass sie einen guten Verteidigungsminister eingestellt hat (ganz ohne Stellenausschreibung und Arbeitsplatzbeschreibung), wir Bürger könnten das doch auch selbst erledigen, wenn wir gut genug sind, das Geld zur Schlaglochbeseitigung bereit zu stellen. Das wäre was, spenden wir für eine andere Politik, andere Politiker!
Das geht nicht?
Warum?
Der Schlaglochteufel hat’s verboten!