1Liebe Freundinnen und Freunde des Sports. Seit einiger Zeit gibt es in unserem großen Verband auch einen Bereich  für Erneuerungsbewegung. Motto: Alles was nicht schnell genug im Baumwipfel sitzt, wird erneuert! Gar mächtig ist das Bedürfnis der Freundinnen und Freunde dieser neuen Sportart, eine Streitkultur zu betreiben. Aus diesem Grund wurde verkündet:

„Fair Play: Mannschaftsspiel statt Medienmacht“

Auf dem flachen Land soll also, genau wie in der Hauptstadt eine „innerparteiliche Demokratie“ samt einer „Qualität der Meinungsbildung“ geschützt werden. Das freut den Meinungsbildungsschutzbund, der schon immer dafür war, dass man den Menschen nicht quälen solle mit einer Meinung, oder gar mit einem Parteiprogramm. Wen das noch nicht abschreckt beim  Erneuerungsbewegungsspiel mit zu machen, der darf weiterlesen, aber nicht, bevor er seinen Mitgliedsbeitrag um 20% erhöht hat. Weil DAS ist Meinungsbildungsqualität!


Der Spaß, das wissen wir, ist ein Meister des geschäftsführenden Parteivorstandes der Partei Die Linke. Bevor man also Fairplay predigt, weil ja politische Arbeit anscheinend nicht mehr ist als eine sportliche Betätigung, für die in den Mandatsbereichen reichlich Geld gezahlt wird, ohne dass  dem Mitglied beim Verstoß gegen die Regeln auch nur der Hauch einer Chance geboten wird, für eine fristlose Entlassung zu sorgen.
Man hat einen Bundesvorstand mehr zusammengebastelt als gewählt, der aus lauter Politprofis besteht, die nun von der Mitgliedschaft jenes Fair Play verlangen, das ihnen nicht zusteht. Wer ohne Beteiligung der Mitgliedschaft die Richtlinien der Politik bestimmt, wer sich in Berlin ein Karl Liebknecht Amt eingerichtet hat und somit dem Ideen- und Gedankengut von Karl Liebknecht Schaden zufügt, der verdient die Rote Karte und nicht Fair Play!  War es fair aus der Bundes- und Landespolitik Frauen und Männer zu entfernen, die als Hartz IV Empfängerinnen und Empfänger wohl notwendig sind, um für die Abschaffung dieses Skandals zu kämpfen?

2War es fair, nicht nur in Berlin, mit einer Partei zu koalieren, die, zusammen mit den GRÜNEN diesen Armutsskandal der sich HartzIV nennt, erst möglich machte?
Ist es fair, sich mehr und mehr von den außerparlamentarischen Bewegungen zu entfernen, die in unserer Gesellschaft notwendiger den je sind, wenn wir eine radikale Veränderung der Gesellschaft erreichen wollen?
Wie lange will man eigentlich noch tolerieren, das der bayerische Landesverband wie eine Filiale von Klaus Ernst, Händel&Co geführt wird und Parteitage dazu missbraucht werden, seit WASG Zeiten, dass eine, vor allem konservativ-gewerkschaftlich aufgestellte Funktionärsschicht bestimmt,  was gemacht wird und es sich „richtet“?

Fair Play? Gerne, aber erst wenn eine neue Mannschaft auf’s Spielfeld läuft mit neuen Trainerinnen und Trainern, die noch wissen, was das Parteivolk so denkt und wie es sein Leben, Handeln und Denken bestreitet.

Diese Fair Play Masche ist ein Bundesvorstandsrettungsring, den man nicht unterschreiben kann, darf und soll!

3Die Fairpalyerinnen und Fairplayer dokumentieren sehr deutlich was sie wirklich wollen:

„Diese Spielregeln sollen niemanden mundtot machen sondern Demokratie in der LINKEN fördern: Ohne Satzungsänderungen, Schiedsgerichte und Parteiausschlüsse!

Wer Satzungsänderungsmöglichkeiten, Schiedsgerichte und Parteiausschlüsse negiert, sie in einen Korb schmeißt, der beugt vor, weil er nur den Eindruck hinterlassen will, etwas gegen Mundtotheit zu haben. In Wirklichkeit will er auf dem Spielfeld und überall sonst – Friedhofsruhe!

Fair Play?
Nein!
Danke!
SchiedsrichterinSchiedsrichter – TELEFON!