Urlaub schon gebucht oder gehabt? Klar doch! Sie lassen sich doch nicht durch irgendeine Mittelstandsvereinigung irgendeiner Partei oder Corona zur 40stundenwoche verführen, mit anschließender Streichung einer Urlaubswoche. Wohin geht’s? Lassen Sie mich raten. An’s herrlich algenduftige Meer? Sehr gut, dann nehmen Sie das von der UNO im Jahre 2018 ausgerufene „Jahr des Meeres“ nicht nur sehr ernst sondern auch wörtlich.

Ist ja eigentlich auch schwer, einen Ort ohne Blick aufs Meer zu finden, wenn man bedenkt, dass 72 Prozent der Erde mit Salzwasser bedeckt sind.  1,3 Milliarden Kubikkilometer Ozean, und es könnten noch etwas mehr werden, wenn die Polkappen abschmelzen,  und Sie, kleines Umweltferkel dass Sie sind, auch diesmal kräftig in’s Meer pinkeln und zusätzlich durch deutschen Skitourismus in Österreich die Gletscher immer kleiner werden und so die Salzwassermengen den Wolfgangsee erreichen wo, lang ist’s her,  Schlingensief und Kohl die Arbeitslosen gemeinsam verarschen.

Ein ungetrübtes Badevergnügen wäre das, würden im selben Wasser nicht auch noch andere Lebewesen schwimmen. Das ist grundsätzlich unhygienisch und, wie wir aus zahlreichen Spielfilmen (Weißer Hai; Orca, der Killerwal undsoweiter&sofort) wissen, endet es meistens tödlich. Jährlich werden, mit Plastik feinstens verseucht, etwa 70 Millionen Tonnen Fisch gefangen, darunter ca. 70 000 Tonnen Hammer-, Fuchs-, Blau-, Tiefer, Weiß-, Zitronen-, Herings-, Dorn- und andere Haie. Ob dies vom väterlich-freundlichen Käptn Iglu erledigt wird, weiß ich nicht, obwohl sicher ist, daß auch Fischstäbchen zumindest teilweise aus Fisch bestehen. Auch zu diesen öligen Sardinen, die anscheinend in Blechbüchsen leben, äußere ich mich nicht.


Gegen die in der Hochseefischerei verwendeten Methoden nimmt sich das seinerzeitige Abschlachten der Bisons und Indianer in der Neuen Welt geradezu dilettantisch aus. Mit Satellitenunterstützung werden Fischschwärme lokalisiert und mit mehreren Kilometer langen Schleppnetzen erbeutet. Darin fangen sich neben unverwertbaren Seevögeln, Schildkröten und Delphinen auch vermarktbare Haie, die sich aber auf den internationalen Fischmärkten nicht so teuer wie zum Beispiel Thunfische oder Kalamare verkaufen lassen. Weil sie, die Haie, dieser profitableren Beute den wichtigen Kühlraum an Bord der Fangschiffe wegnehmen, werden von ihnen nur die Flossen als begehrte Suppeneinlage mitgenommen. Da viele Haiarten keine Eier ablegen, sondern über eine innere Brutpflege verfügen und geringe Fortpflanzungsraten haben, führt ihre Überfischung bereits zu einem drastischen Rückgang der Bestände.
Sie halten dieses Apell zum Schutz der Haie nun doch für leicht übertrieben und typisches Umweltalarmgeschwafel? Von den 356 Haiarten können uns nicht einmal zehn Prozent gefährlich werden. Niemand weiß genau wieviel Tonnen Mensch pro Jahr der Hai so in sich hineinfrißt und ob auf seiner Speisekarte auch Menschenfußsuppe steht oder Fingergeschnetzeltes. Sicher ist, daß pro Jahr  weltweit mehr Menschen einem verdorbenen Fisch zum Opfer fallen, als einer Haiattacke. Aber solche banalen Gefahren sind für einen Kinofilm oder gar eine öffentlichrechtliche Fernsehanstalt  oder Werbefernseh-Notrufsendung nicht geeignet, es sei denn ModeratorinnenModeratoren sterben fast an einer  giftelnden  plastikversetzten Eifelforelle und das wäre ja eine Erlösung für Deutschlands Fernsehnachmittagsprogramme und würde den Nachmittagskochsendungen Ruhm&Ehre samt Preis eintragen.

Na gut, ein Witz, weil den mein Nachbar Reini P. sich wünscht:
Treffen sich zwei Gammler. Sagt der eine: „Hi!“
Erschrickt der andere: „Wo?“
Aus der Reihe „Historische Witze“ (ca.Ende der 68ziger Jahre).

Dieter Braeg