1Lucy Redler
„Das Verschwinden der WASG“
Lehren aus drei Jahren WASG für die Zukunft der Linken

„Der vorliegende Text beansprucht nicht, die gesamte Geschichte der WASG wiederzugeben. Es soll darin vielmehr analysiert werden, inwiefern Geburtsfehler der Fusion von WASG und Linkspartei.PDS die Ursache für die heutige Krise der Partei sind und wie dies mit der Geschichte ihres Berliner  Landesverbands zusammenhängt.“ schreibt Lucy Redler in der Einleitung dieser Broschüre,  die auf 57 Seiten inhaltlich um vieles mehr zu bieten hat,  als das Buch von Klaus Ernst, Thomas Händel und Katja Zimmermann.

1Klaus Ernst/Thomas Händel/Katja Zimmermann (Hrsg.)
„Was war? Was bleibt?
Wege in die WASG,
Wege in DIE LINKE“

Freundlich unterstützt, wurden die nicht am Hungertuch nagenden Herausgeberin/Herausgeber von der Rosa-Luxemburg Stiftung, Berlin und dem Verein „Wählerinnen- und Wählerinitiative Arbeit& soziale Gerechtigkeit – Wolfgang-Abendroth-Stiftungsgesellschaft, Fürth/Bayern.

1Ab und an gehört es auch zur Geschichte sich mit Büchern zu beschäftigen, die vor fast 25 Jahren erschienen sind, weil sonst Geschichte in eine Vergessenheit gerät, die, das ist das einzig erfreuliche an dieser schlechten Gesellschaft, verdrängt, vergessen und umgedeutet wird. Das Buch kann man noch kaufen, antiquarisch und ich besprach es im Jahre 1998 für das damals in Mönchengladbach erscheinende stadtmagazin Mönchengladbach.


Der lange Marsch des Fischers

„Wir sind die Wahnsinnigen -Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang“
Biographie von Christian Schmidt

„Das wird nix“, meinte Joseph am Abend des 16. August 1973 in der Vierhausstraße 23. Er war nicht mehr bereit am nächsten Tag den streikenden Frauen zu helfen, die bei Pierburg heftig dabei waren die Frauenleichtlohngruppe 2 wegzustreiken. Am Freitag ( 17.8.1973) war der ehemalige Opelmalocher, Taxifahrer und heutige Festredner der Grünen verschwunden.

1Gunnar Hinck
„Wir waren wie Maschinen“
Die bundesdeutsche Linke der siebziger Jahre

Die Maschinenmenschen sind mir im Buch von Gunnar Hinck nicht begegnet, dafür begegneten mir, oft völlig ungeordnet, was die Zeit und Ereignisse betraf, vor allem Bernd Peter, Dutschke Rudi, Fischer Joschka, Schmid Thomas, Schmierer Hans Gerhard und einige andere. Manchmal seitenweise wurde, vor allem aus dem reichhaltigen Textfundus der hier Aufgezählten zitiert, um damit die eigene Meinung zu verkaufen, die in den Kapitelüberschriften des Buches die „herrschende Meinung“ des Autors sehr deutlich werden läßt: „Macht und Machtmissbrauch“, “Gewalt – Spiel mit dem Feuer“, dazu „Verbrüderung mit Diktaturen“  oder „Der Terror der Worte“ und als NACHschlag dann noch „30 Jahre danach – Untergetaucht, gescheitert, angepaßt.“

1Marion Brasch
„Ab jetzt ist Ruhe“
Roman meiner fabelhaften Familie

Marion Brasch erzählt über die Mutter die  aus Wien stammt, den Vater, Horst Brasch und ihre drei Brüder. Ihr Vater bekleidete in der DDR höchste Ämter. Die Eltern, beide jüdischer Abstammung lernten sich, nachdem sie dem Naziregime entkommen konnten in London kennen und lieben. Sie gründeten eine Familie und nach Kriegsende wollte man ein anderes Deutschland aufbauen. Das war nicht so einfach.

1Ingrid Bachér
„Die Grube“
Roman


Ohne Kriegserklärung gibt es zwischen Köln und Mönchengladbach eine Gegend, die Menschen heimatlos gemacht hat und wohl auch noch macht, dort gibt es eine tote Landschaft.
Landschaft? Nein, es ist ein Bild der Zerstörung, verursacht durch Kapital und Politik. Blühende Landschaften verrecken, Schaufelradbagger, deren größter am Tag (!) 240 000 Kubikmeter Erde – also Landschaft „bewegt“ damit RWE Power Geschäfte macht – auf Kosten der Menschen, ihrer Gesundheit und gegen ihre Interessen.

1Ja, geht’s denn noch?  Fußball? Ähhh..nee!
Aber warum sollte nicht endlich gegen jene öde Medienwelt angekämpft werden, die sich mit jener Sportart beschäftigt, die angeblich die „wichtigste Nebensache der Welt“ sei? Es gibt nämlich nicht nur diese in öffentlich und privaten Medien herumstammelnden Experten, die die 4:2:4 Welt erklären, oder dazu in Druckerzeugnissen  jene unwichtige Tatsache in Frage stellen, dass der Ball rund sei und Elfmeter wenn der Schiri pfeift. Es gibt auch den „ballesterer“.

Der „ballesterer“  aus Österreich ist das wohl kompetentste und beste Fachmagazin für Fußball. Dort wo „kicker“ noch nie hingesehen hat und dazu eine Zeile schrieb, oder die „11 Freunde“  Einschlafinformationen  bietet, die den Strafraum nie erreichen, da erfreut der „ballesterer“ mit kompetenten und unterhaltsamen Informationen.

114. März 1944 in Freiburg im Breisgau; † 24. Januar 2011 in Port Antonio, Jamaika

Ein ZUruf von Dieter Braeg

„doppelte reue

meine feinde sagen
ich hätte dies und das
gesagt und getan

manchmal wünsche ich
ich hätte dies und das
gesagt und getan

denn dann wüßte ich
wofür ich sitze
all die langen jahre

aber dann denke ich
wir dürfen uns nicht
abhängig machen
von dem was die feinde
über uns sagen

und bin froh
nicht zu sein
wie meine feinde“

aus:
peter paul zahl
-alle türen offen/ s. 69

1„Unbekannt verzogen..“
Von Klaus Täubert

Klaus Täubert, Jahrgang 1940, lebt in Berlin und hat mit dieser kleinen, sehr persönlich beschriebenen Lebensweg des Suchtmediziners Fritz Fränkel ( 1892 bis 1944) der auch KPD-Gründungsmitglied war, eine Arbeit veröffentlicht, die mehr Aufmerksamkeit verdienen würde. Fritz Fränkel war gemeinsam mit Ernst Joël Autor des Buches „Der Codcainismus“ das 1924 erschien und sich mit der grundlegenden Geschichte und Psychopatholgie  der Rauschgifte beschäftigte. Fränkel war als Aufsichtsperson an den Rauschgiftexperimenten von Walter Benjamin und Ernst Joël  beteiligt und mit den Geschwistern von Benjamin, Dora und Georg sehr gut befreundet.

1Am 13, Mai 1992 setzte Gisela Elsner, nach knapp 55 Jahren, ihrem Leben ein Ende. Die Linke die sich heute schon selbst vergessen hat, ging damals wie jetzt nicht pfleglich mit dieser außergewöhnlichen Frau um.
Erstaunlich was die Tante FAZ im Nachruf  nach ihren Freitod  schrieb: „ die letzte radikale Tat in einem an Rebellionen und Widersprüchen, an engagierter Zeitgenossenschaft und vielen enttäuschten Hoffnungen reichen Lebenslauf“. Bürgerliche Federn sind großzügig, wenn Gegnerinnen und Gegner die Bühne des Lebens verlassen haben.
Ihr größter literarischer Erfolg war der Roman „Die Riesenzwerge“  der im Jahre 1964 im Rowohlt Verlag erschien.