Der Sportklub Rapid im Nationalsozialismus (1938 – 1945)

1Im Jahre 2005 erschien das Buch von Stefan Goch und  Norbert Silberbach: „Zwischen Blau und Weiß liegt Grau“ – es dokumentiert die Geschichte des FC Gelsenkirchen-Schalke 04 während der Zeit des Nationalsozialismus. Was vor 70 Jahren und mehr im Nationalsozialismus mit und in  Sportvereinen geschah, das wurde verdrängt mit jenen üblichen „Nichtschonwiederargumenten“ und man pflegte viel lieber jenes unpolitische Bild eines Fußballclubs, bei dem man eben, auch im Nationalsozialismus Fußball gespielt habe und sonst nichts.

Was bei Schalke 04 im Jahre 2005 stattfand hat als erster österreichischer Bundesliga-Fußballklub der SK Rapid Wien im Jahre 2011 fortgesetzt und mit Hilfe des DÖW (Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes) seine Rolle im Nationalsozialismus  von den Politologen Jakob Rosenberg und Georg Spitaler wissenschaftlich aufarbeiten lassen.

1Rainer Balcerowiak „das demokratische Weinbuch“

Es gibt so Diskussionen in jenen Kreisen,  Indiesemihremland, die sich große Sorgen machen wie man nun den Spargel essen solle – mit Messer und Gabel. Mit Spezialbesteck oder gar, ohpfui,  mit den Händen. Menschen die über solche und ähnliche Probleme schreiben, erzeugen dann Sätze wie: “Die Feinschmeckerei als Ausdruck einer hedonistischen Lebensweise gehört mittlerweile zum gängigen Lebensstil.“ Ähh, geht’s denn noch?

buch„Jutta Ditfurth, Krieg, Atom, Armut. Was sie reden, was sie tun: Die Grünen.“

Die politische Kultur die man extra erfunden hat, damit die Normalwelt nicht nur mit der
bürgerlichen ihr Kreuz hat, erfreut sich fröhlicher Urständ. Was sich in diesem Jahr 2011 schon abgespielt hat und was noch auf der politischen Bühne gespielt werden wird, das wird, wie immer, nicht die Welt verändern, aber sicherlich dafür sorgen, dass  diese bürgerliche Mittelschicht eine Partei mehr hat, Die Grünen, die sie verdient, damit auch alles so bleibt wie es war oder sein wird in diesem nichtunserem Land.

Jutta Ditfurth, die im Jahre 1991 die Grünen nicht mehr ertragen konnte und austrat, folgte damals jenen Linken  unter ihnen Rainer Trampert und Thomas Ebermann, die in dieser Partei als Spitzenpolitiker  antikapitalistische, radikalökologische und antiimperialistische Politik vertreten hatten. Sie beschreibt auf 288 Seiten den Werdegang einer Anfangs radikalen politischen Bewegung, die nicht nur im Umweltbereich eine andere Gesellschaft einforderte.

Eine Nachbetrachtung von Dieter Braeg

b1Die Geburtsurkunde aus Heerlen/Niederlanden gibt als Geburtsdatum den 9.2.1931 an, er selbst bestand darauf, dass er am 10.2. in diese Welt hineingeboren wurde.

Es wird gefeiert, der Suhrkamp Verlag verdient mit Bernhard, im Fernsehen hat man bei Spätsendezeiten eigenen Platz für Bernhard, die schon immer unterbelichtete Kulturwelt sperrt das Maul weit auf, schaltet das Gehirn ab  und schweigt nicht ergriffen.  Wer Traunstein heute besucht, dort verbrachte Thomas Bernhard seine Kindheit, der sollte gewarnt sein, denn die Beschreibung der Stadt findet in der Erzählung „Ein Kind“  (erschienen im Jahre 1982) statt: „Nichts sei ekelerregender als die Kleinstadt, und genau die Sorte wie Traunstein sei die abscheulichste. Ein paar Schritte in die Stadt hinein, und man sei schon beschmutzt, ein paar Worte mit einem ihrer Einwohner gesprochen, und man müsse erbrechen.“  Ja, das bleibt von Traunstein übrig.

In Salzburg hat man Bernhard, der für diese Stadt kaum lobende Worte fand, ein Geburtstagsfest ausgerichtet und  bot  für 12.--€ (Jugendliche und Kinder  zahlen nur 6.--€) Eintritt am 13. Februar um 11,00 Uhr Folgendes:

turriniPeter Turrini, "Wie verdächtig ist der Mensch? Wortmeldungen"

Hrsg. und mit einem Nachwort von Silke Hassler.
Originalausgabe, Suhrkamp Verlag: Berlin, 2010, 286 Seiten, 9 Euro

Noch gibt es im deutschen Sprachraum, der politisch mehr und mehr zu einer unterentwickelten Kulturruine wird, Zuhörerinnen und Zuhörer. Jetzt können sie auch lesen, was ihnen Peter Turrini zu sagen hat. Bislang hat er hauptsächlich Theaterstücke geschrieben, dies ist das erste Mal, dass seine Reden und verstreuten politischen Texte in einem Sammelband erschienen sind.
Da die Einschränkung des Lesens voranschreitet und genau so wie die freie Meinung nur noch möglich ist, wenn man sie mit bezahlten Inseraten schändet, ist Eile geboten. Bücher sind auf dem Weg in die Welt der „Einschaltquotenbewertung“, da bleibt nicht viel übrig von jener freien Meinung, die heute nötiger ist als je zuvor.
Im Jahre 1973 wurde nachstehende Umfrage durchgeführt, auf die Peter Turrini, wie nachzulesen, geantwortet hat:

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